Kundenzufriedenheit und Kundenbegeisterung!
Zusammenfassung Kundenzufriedenheit und Kundenbegeisterung:
Der Kunde
entscheidet über den Erfolg des Unternehmens. Das Tagesgeschäft trägt diesem
elementaren Gesetz zu wenig Rechnung.
Dabei reicht es nicht
aus, wenn Kunden nur zufrieden sind.
Die Erwartungen der
Kundengruppen sind festzustellen. Wer diese Erwartungen bedienen kann,
erzielt nachhaltige Wettbewerbsvorteile.
Kundenzufriedenheit in der Literatur
Zu keinem anderen Thema im Bereich Marketing wurde so
viel geschrieben. Nirgendwo gibt es so viel Literatur.
Unter "Kundenzufriedenheit" liefert die
Internetsuchmaschine Google 2,3 Mio. Treffer, unter
Kundenbegeisterung nur noch 35 Tausend. Aha! Nun wird es
schon interessanter.
Obwohl dies Thema fast schon
als Allgemeingut betrachtet wird, scheitern dennoch
viele bei der Umsetzung kläglich.
Unternehmen scheitern bei der Umsetzung
Der Management
Papst Peter F. Drucker brachte es bereits in den 60er
Jahren auf den Punkt:
"Es ... ist der Käufer, der
darüber bestimmt, was ein Unternehmen ist. ... Was der
Kunde zu kaufen gedenkt, was ihm ´wertvoll´ erscheint,
ist entscheidend - davon hängt ab, was ein Unternehmen
ist, was es produziert und ob es gedeiht. Der Kunde ist
die Grundlage des Unternehmens, er erhält es am Leben.
Er allein ist der ´Arbeitgeber´ ." [DRUCKER, Peter F.
(1964, Praxis des Managements)]
Ich behaupte,
diese Einsicht kommt im Tagesgeschäft viel zu kurz.
Zeitmangel, Streß, Hektik. Dazu gesellen sich gerne
Betriebsblindheit gepaart mit einem gesunden
Selbstbewusstsein.
"Natürlich sind meine Kunden
zufrieden. Was, begeistert? Aber selbstverständlich!"
So einfach ist es eben nicht. Dennoch geben die
Standardantworten 95% der Befragten. Wäre es tatsächlich
so, müssten diese Unternehmen Ihre Märkte dominieren.
Rein statistisch ist das natürlich völlig unmöglich.
Definition Kundenzufriedenheit
Wenn man Kundenzufriedenheit definiert als Differenz
zwischen der erwarteten Qualität eines Angebots und der
wahrgenommenen, so heißt das im Klartext nichts anderes
als folgendes: Ein Kunde hat eine bestimmte Erwartung,
wie ein Angebot im weitesten Sinne aussehen soll. Stellt
er tatsächlich fest, dass es anders - und zwar
schlechter - ausfällt, ist er enttäuscht.
Noch
einfacher: Sie freuen sich auf ein Erdbeereis - und es
schmeckt Ihnen nicht. Der Verkäufer ist unfreundlich.
Das Eis ist zu warm, es läuft. Nie wieder. Ist doch
eigentlich simpel, oder?
Problematisch sind nun
mehrere Dinge:
- Was tatsächlich möchte der Kunde? (Der Kunde? Gibt es nur eine Kundengruppe?)
- Kann man die Erwartungen erfüllen?
- Kann man die Erwartungen immer erfüllen? Bleibt das Angebot auf einem konstanten Niveau?
- Gibt es Verzerrungen in der Wahrnehmung des Kunden?
- Was bieten die Wettbewerber?
- Kann ich die Erwartungshaltung des Kunden übererfüllen? Kann ich Ihn begeistern? Kann ich den Kunden so ´heiß´ machen, dass er mich weiterempfiehlt?
- Kann ich den Kunden schon mit vorausgesetzten Standards der Leistung zufrieden stellen, oder benötige ich eine Ausweitung des Leistungsangebots weg von der Kernleistung? Muss - um im Beispiel zu bleiben - in meiner Eisdiele auch Life Style stattfinden? In welchem Umfeld befinde ich mich?
- Wenn ich die Erwartungen des Kunden nicht genau kenne, kann mir die Marktforschung helfen? Wer soll das bezahlen?
Sie merken es schon. Das ist ein weites Feld. Vor allem ist folgendes noch nicht geklärt:
- Wie sag ich es meinen Mitarbeitern? Vor allem: Wie funktioniert das, wenn ich selber gerade nicht anwesend bin?
Und selbst wenn Ihre Kunden zufrieden sind, bedeutet das gar nichts
Diese Kunden
sind sofort weg, wenn ein anderes Angebot Ihnen einen
etwas größeren Nutzen verspricht. Zufriedene Kunden sind
nicht automatisch treu!
Es ist tatsächlich noch
weitaus umfangreicher und komplizierter, wenngleich
Teilbereiche absolut simpel sind. So sagen die Asiaten,
man soll kein Geschäft eröffnen, wenn man nicht lächeln
kann, weil man dann kein Geschäft machen könnte. Man
könnte es auch "emotional selling" nennen, es geht in
die gleiche Richtung. Und dennoch: Gehen Sie mal durch
die Innenstadt und schauen sich die Gesichter an.
Und selbst wenn jemand freundlich ist kann es
problematisch sein - insbesondere wenn ein
amerikanisches Schema auf den deutschen Markt übertragen
wird und weder von den eigenen Mitarbeitern und in
dieser Form auch von den Kunden nicht verstanden wird.
Auch Telefonakquise nach Schema "Sind Sie nicht auch der
Meinung, dass ... "geht schief. Es muss scheitern. Und
selbst wenn es nicht offensichtlich erkennbar scheitert
- Sie haben dennoch das Optimum weit verfehlt.
Dein Kunde, dass unbekannte Wesen!
Wichtig dabei
ist die Erwartung und die Sicht des Kunden. Und die ist
auch noch sehr branchenanhängig und regional. Man kann
seine Erkenntnisse mit gewaltigem Aufwand und Etat
verbessern oder ganzheitlich und mit gutem Erfolg.
Wenn Sie wissen möchten, wie Sie für Ihr Unternehmen
einen entscheidenden und nachhaltigen Wettbewerbsvorteil
erzielen können, sollten wir ins Gespräch kommen. Rufen
Sie mich an. Begeistern wir Ihre Kunden! Aber auf eine
Art und Weise, die Ihr Kunde versteht. Wenn Sie es
wollen, geht es einfach.
Ihr Christian Netz
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